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Eliud Kipchoge und Wilson Kipsang bereit für eine Rekordjagd

14.09.2018

© SCC EVENTS/PHOTORUN

Zwei Ausnahmeathleten aus Kenia treffen am Sonntag beim 45. BMW BERLIN-MARATHON aufeinander: Eliud Kipchoge und Wilson Kipsang laufen zum dritten Mal beim schnellsten Marathonrennen der Welt gegeneinander. Die Bestzeit des Olympiasiegers Kipchoge ist mit 2:03:05 Stunden nur acht Sekunden vom Weltrekord entfernt, der frühere Weltrekordler Kipsang ist mit seiner Topzeit von 2:03:13 nur acht Sekunden langsamer. Kipchoge gegen Kipsang im Marathon, das ist als wenn Lionel Messi und Cristiano Ronaldo im Fußball aufeinandertreffen oder sich die Tennis-Stars Rafael Nadal und Roger Federer duellieren. 

Eliud Kipchoge will am Sonntag seine Bestzeit unterbieten und wird auch den Weltrekord angreifen, Wilson Kipsang ist ebenfalls bereit für eine Tempojagd in diesem Bereich. Das Duell der beiden in Berlin geht übrigens schon in die dritte Runde. Bisher steht es 1:1. 2013 gewann Kipsang, im vergangenen Jahr siegte Kipchoge.

 Auf der traditionellen Freitags-Pressekonferenz mit der Männer-Eite hielt sich Eliud Kipchoge bezüglich seines offensichtlichen Weltrekordversuches zurück: „Ich habe mich nach meinem Sieg in London im April nur noch auf Berlin fokussiert und kann versichern, dass ich am Sonntag ein gutes Rennen laufen werde. Ich möchte meine persönliche Bestzeit unterbieten“, erklärte Eliud Kipchoge, der zehn seiner elf Marathonrennen gewinnen konnte. Schon jetzt wird der Kenianer von vielen als bester Marathonläufer aller Zeiten bezeichnet. Keinen Zweifel an dieser Einordnung gäbe es, wenn er am Sonntag auch den Weltrekord brechen würde. Auf Nachfrage sagte Kipchoge zum Weltrekord nur: „Ja, das wäre natürlich sehr gut, wenn ich ihn laufen würde.“

Wahrscheinlich erklärt sich die Zurückhaltung auch damit, dass der 33-jährige Eliud Kipchoge bei zwei Weltrekordversuchen in Berlin Pech hatte: 2015 lösten sich beide Innensohlen seines Schuhs. Unter Schmerzen gewann er trotzdem noch in 2:04:00 Stunden. Vor einem Jahr stoppte schlechtes Wetter die Rekordjagd. Kipchoge gewann mit einem „Regen-Weltrekord“ von 2:03:32. Nie zuvor lief ein Athlet bei derart schlechten Wetterbedingungen so schnell. Dass Kipchoge schneller als 2:02:57 rennen kann, hat er im letzten Jahr in Monza bewiesen. Bei einem allerdings irregulären Rennen erreichte er 2:00:25 Stunden.

 

Der einzige, der Eliud Kipchoge bisher über die 42,195 km bezwingen konnte, war Wilson Kipsang 2013. In Berlin gewann er damals in der Weltrekordzeit von 2:03:13. Der 36-Jährige hat sehr viel Erfahrung und über viele Jahre immer wieder absolute Weltklassezeiten erzielt. Viermal lief Kipsang schon unter 2:04 Stunden - das hat bisher noch kein anderer geschafft, auch nicht Kipchoge.

 

Wilson Kipsang wird am Sonntag allerdings etwas defensiver laufen als Eliud Kiochoge. „Ich will so ähnlich laufen wie bei meinem Weltrekord 2013. Damals bin ich die zweite Hälfte schneller gerannt als die erste. Am Sonntag möchte ich die Halbmarathonmarke nach 61:30 erreichen“, erklärte Wilson Kipsang, der vor einem Jahr in Berlin nach 30 km ausgestiegen war. 

 

Unter jenen Läufern, die voraussichtlich mit Kipsang in einer Verfolgergruppe rennen werden, ist auch der Halbmarathon-Weltrekordler Zersenay Tadese (Eritrea). „Ich möchte am Sonntag meine persönliche Bestzeit unterbieten“, sagte Tadese, der bisher noch nicht über 2:10:41 hinausgekommen ist.

 

Nach verletzungs- beziehungsweise krankheitsbedingten Absagen ist am Sonntag kein deutscher Topläufer am Start.


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Hintergrundillustration: Visualisierung Bloomimages GmbH

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